Dienstag, 18. Juli 2017

Erwachsensein oder einfach leben?



Vor einem Jahr erschienen und immer noch genauso up to date, wie ich es mir für mich nicht anders vorstellen kann. Ich frage mich, was ist denn so toll am "Erwachsensein"? Was ist daran so unendlich erstrebenswert, dass ich so sein müsste? 

Wer legt denn eigentlich fest, was "Erwachsensein" denn ist? Ab wann, ab welcher Klamotte, ab welchem Wohnstatus gilt man als "Erwachsen"? Ich setze das Wort mit Absicht in "", weil ich der Meinung bin, jeder ist "Erwachsen", wenn er für sich rausgefunden hat, was ihm am Besten tut, welche Lebensumstände sein Leben lebenswert machen, was ihn jeden Tag zum Lachen bringt.

Für den einen mag das das Einzelhaus, die 2 Autos, die 2 Kinder, die 2 Mal im Urlaub im Jahr sein, für den Anderen vielleicht etwas ganz anderes und nur weil das erste Beispiel Jahre gelebt wurde und jeder der nicht dieser Norm entsprach, damals als Sonderling dargestellt wurde, muss es doch in einer heutigen Welt nicht so sein. 

Ich für meinen Teil wäre froh gewesen, wenn meine Elten sich frühzeitig getrennt hätten und ich von beiden etwas gehabt hätte, was nicht oft in Zorn und Frust erlebt wurde. Zum Glück hat sich meine Mutter damit abgefunden, dass ich so nicht leben möchte und freut sich mittlerweile sogar an dem Leben dass ich führe. 

Ja ich hätte mir Kinder gewünscht, aber was hätte ich machen sollen, die Partnerinnen taugten einfach nicht dazu, die 10 jährige Beziehung die ich führte, führte ich schon im Vorbild meiner Eltern, weil ich dachte ich müsste Kompromisse schließen. Und ja, ich gebe halt auch nicht bei jedem Problem gleich auf, sondern versuche dieses zu lösen. Aber nur noch Kompromisse machen? Nein Danke, meine damalige Partnerin meinte, ich müsste Halbschuhe, Anzug und Hemd tragen... alles andere ist doch nicht altersgerecht. Muss ich? Nein!

ICH MUSS ERSTMAL GAR NICHTS!



Ich habe auch im Gegensatz zu meiner Partnerin nicht versucht, das Glück nach außen zu spielen und was nicht passte runterzuschlucken, denn es kam mir immer wieder hoch. Ich erzähle niemanden, dass ich glücklich bin, wenn ich es offensichtlich nicht bin. Aber ja wird meine Leserschaft sagen, Du hast es trotzdem 10 Jahre durchgehalten. Ja habe ich! Warum? Weil ich dumm war! Weil ich Angst vor Veränderungen hatte, Angst vorm Leben danach! Und warum frage ich mich heute? Das Leben ist wunderbar, auch als Single! Und warum muss ich anderen Menschen erzählen, ich sei glücklich, wenn ich es gar nicht bin? Heile Welt spielen? Irgendwann spiele ich sie mir dann selbst vor! 

Und wenn ich jetzt der Außenseiter bin? Dann fallen wir die Worte eines befreundeten Arztes, Psychologen, Coaches, Kommunikationstrainers, Dr. Glocker ein:

"ICH KANN NICHTS FÜR DIE GEFÜHLE DER ANDEREN"


Ich bin anders und ich stehe dazu und ich will nicht "Erwachsensein", jedenfalls nicht so wie es die Gesellschaft von mir erwartet, sondern so wie ich es von mir wünsche, so wie ich mich wohl fühle. Und jeder muss hier seinen eigenen Weg finden, jeder muss hier lernen was ihm wichtig ist, was sein Weg ist... aber bitte lassen Sie sich diesen Weg nicht von der Gesellschaft vorschreiben! Sondern nur von Ihrem Wohlbefinden! In diesem Sinne, einen schönen Tag und einfach mal das Leben kontrollieren...

Und vielleicht einfach mal anhören:

Kommentare:

  1. Toll geschrieben, freue mich auf das Buch.

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  2. Bleib immer Du, ich flehe ich an!

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  3. Der Text ist besser, als das Video, sorry warst wohl in Gedanken woanders :-)

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